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Das nördlichste Weinanbaugebiet der WeltIm Windschatten der deutschen Mittelgebirge im Süden Sachsen Anhalts ist es geprägt von kontinentalem Klima mit kalten Wintern und heißen Sommern. Die Böden bestehen aus weißem Muschelkalk, Löß und rötlichem Buntsandstein. Das extrem nördlich gelegene Gebiet (51 Grad nördlicher Breite) ist eine vom Klima außergewöhnlich begünstigte Region. Es wird von vier Wärmeinseln mit mildem Mikroklima durchsetzt, in denen der Frühling im statistischen Mittel acht Tage früher einsetzt als in den angrenzenden Gebieten. Eine dieser Mikro- Klimastreifen ist das Gebiet der Mansfelder Seen. Es gibt hier jährlich ca. 1.600 Sonnenstunden, das ist mehr als an der Mosel, die als besonders sonnenverwöhnte Region gilt. Die Vegetationszeit schwankt zwischen 155 und 225 Tagen pro Jahr. Weil der Frühling so früh einzieht, finden die hier angebauten Rebstöcke neben den Böden, der Niederschlagsmenge und der Zahl der Sonnentage optimale Bedingungen. Die Herbstnebel fördern die Bildung der begehrten Edelfäule. Der Schimmel macht die Haut der Beeren durchlässig, ihr Wasser verdunstet, sie trocknen rosinenartig ein, der Zuckergehalt nimmt zu. So entstehen konzentrierte Elixiere mit viel unvergärbarem Zucker, hoher erfrischender Säure und enormen Extrakt. | ||
![]() Die deutschen Weinbaugebiete |
![]() Der Kelterberg am Süssen See bei Höhnstedt | |
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Vor über 800 Jahren wurde mit dem Weinbau begonnen, viel eher als in vielen der anderen deutschen Anbaugebiete. Die Steilhänge am Nordufer des Süßen Sees waren einstmals bewaldet. Wann genau mit der Rodung des Waldes und der Anpflanzung von Wein begonnen wurde läßt sich nicht mehr nachvollziehen. In einer Urkunde aus dem Jahr 1209 wird der Weinbau am Süßen See erstmals erwähnt. Zunächst betrieben die Klöster den Weinbau. Im 16. Jahrhundert waren nachweislich die Hänge an den Nordufern vom Süßen See, Salzigen See und Bindersee terrassiert und mit Wein bepflanzt. Kirchenbücher geben Auskunft über gute und schlechte Weinjahre. Zweimal mußte der Weinbau starke Rückschläge hinnehmen. So wird berichtet, daß während und nach dem 30jährigen Krieg die Weinproduktion um die Hälfte zurückgegangen ist. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden durch das Auftreten der Reblaus existenzbedrohende Schäden. Heute wird um den Süßen See wieder verstärkt Wein angebaut. 1998 betrug die bepflanzte Rebfläche ca. 65 ha. Besonders die Winzer von Höhnstedt spielen beim Weinbau eine herausragende Rolle. | ||
| Historisches | Entstehung der Seen | Die Seeburg | Die Grafen von Mansfeld | Historischer Bergbau |
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